Gegenstrom- Schichtwärmetauscher (Lamellenwärmetauscher)
1. Grundlagen/Aufbau
Der Gegenstrom-Schichtwärmetauscher ist eine Sonderbauform des Lamellenwärmetauschers. Er besteht aus horizontal zerlegbaren Wärmetauscherschichten, die durch Trennebenen separiert und vertikal verbunden sind. Kaltes Medium (z.B. Frischluft) wird im Kreuzgegenstrom zum warmen Medium (z.B. Wasser) durch die Lamellen geführt und dabei erwärmt.
Abb. 1: Schema Gegenstrom-Schichtwärmetauscher
2. Größe
Die Gegenstrom-Schichtwärmetauscher zeigen sehr variable Größen. Nach M. Schilling (2008) werden dabei Volumendurchsätze von einigen bis hin zu 1 Mio. m3 Luft pro h erreicht.
3. Besonderheiten
Er ist im zerlegten Zustand bis in den Kern vollständig reinigungsfähig. Diese Zerlegbarkeit ist auch nützlich für Transport, Montage und Demontage. Jede Wärmetauscherschicht ist einzeln funktionsfähig, absperrbar, entleerbar und luftseitig abschottbar. So kann das Gerät weiter arbeiten, auch wenn eine Wärmetauscherschicht ausfällt. Der Gegenstrom-Schichtwärmetauscher ist äußerst effizient. Werden zwei flüssige Medien eingesetzt, ist der Wärme-durchgangskoeffizient k höher als bei Anwendung von einem flüssigen und einem gasförmigen Medium. /Schilling, M./
4. Nutzungssektor
Der Gegenstrom-Schichtwärmetauscher wird hauptsächlich für Klimaanlagen (Krankenhäuser, Bürogebäude (Bundeskanzleramt), Schwimmbäder), aber auch für produktionstechnische Anlagen, verfahrenstechnische Anlagen und Kraftwerke genutzt.
5. Kosten/Wirtschaftlichkeit
Nach H. Schilling führt der effiziente Wärmeaustausch der Gegenstrom-Schichtwärmetauscher zu einer Größenreduzierung des Gerätes und somit zu verringerten Baukosten.

