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Rotationswärmetauscher

1. Grundlagen / Aufbau

Der Rotationswärmetauscher ermöglicht die Wärmerückgewinnung von einer gasförmigen Wärmequelle durch Übertragung von Wärme auf eine ebenfalls gasförmige Wärmesenke. Das warme Medium (z.B. Abgas) tritt in den Kanal „warm“ ein und erwärmt die Wände der eng verbundenen kleinen Luftkanäle. Durch Drehung des Rotationsrades wird die gespeicherte Wärme auf das kalte Medium (z.B. Frischluft), welches im Gegenstromverfahren in den Kanal „kalt“ eintritt, übertragen. /Stadt Wien/ Abb. 1 zeigt den schematischen Aufbau eines Rotationswärmetauschers.

Abb. 1: Schema Rotationswärmetauscher

2. Größe

Rotationswärmetauscher zeigen sehr variable Größen. Die Bautiefe ist jedoch stets gering. Sie bewegt sich meist in einem Rahmen von 100 bis 250 mm, kann aber nach L. Keller (2009) bis zu 500 mm erreichen. Der Rotor wird in einem Durchmesserbereich von 400 mm bis ca. 3 m gefertigt. /Keller/

3. Besonderheiten

Der Rotor wird meist aus dünnen Folien gefertigt, die abwechselnd glatt und wellenförmig in der Speichermasse angeordnet sind. /Keller/ Die Folien müssen korrosionsbeständig sein, da es im Wärmetauscher zur Konden-sation von Wasser kommen kann. Die Kanäle sind meist zwischen 1,4 und 2,5 mm groß. Durch den Wechsel der Luftströmungen kommt es im Rotor zu einem Selbstreinigungseffekt. Mit einem Wirkungsgrad von 60 - 80% /EA NRW/ zeigt der Rotationswärmetauscher ein gutes Verhältnis von abgege- bener zu zugeführter Leistung. Für die Drehbewegung des Rotors wird nur wenig elektrische Leistung benötigt. Der Rotationswärmetauscher arbeitet sehr effizient. Selbst bei sehr geringen Temperaturunterschieden kann dieser Wärmetauscher eingesetzt werden.

4. Nutzungssektor

Zur Anwendung kommt der Rotationswärmetauscher hauptsächlich in der Lüftungs- und Klimatechnik. Ebenfalls in der Prozesslufttechnik oder beim Betrieb von Trockenöfen können Rotationswärmetauscher zum Einsatz kommen.

5. Kosten / Wirtschaftlichkeit

Mitunter zeigt sich, dass durch den Einsatz eines Wärmerückgewinners eine Vergrößerung oder Erneuerung der Heizungsanlage vermieden werden kann. Der Rotationswärmetauscher zeigt niedrige Amortisationszeiten von einem bis drei Jahren. /TLT/ Jedoch hat ein Rotationswärmetauscher aufgrund der Ver-schleißerscheinungen der Folie im Rotor nur eine geringe Lebensdauer im Vergleich zu anderen Wärmetauschern.

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