Wärmerohr-Wärmetauscher
1. Grundlagen / Aufbau
Wärmerohr-Wärmetauscher sind aus evakuierten Rippenrohren aufgebaut. In diesen Rohren wird die Wärme mit Hilfe eines Arbeitsmittels übertragen, welches bei konstanter Temperatur verdampft bzw. kondensiert. Damit das Kondensat gut abfließen kann, hat das Wärmerohr eine leichte Neigung. Das zugeführte warme Medium (z.B. Abgas) erwärmt ein Kältemittel. Dieses verdampft daraufhin und steigt im Wärmerohr nach oben. Der kalte Fortluftstrom am oberen Ende des Wärmerohrs führt zur Kondensation des Kältemittels, welches nun durch die Schwerkraft am Rand des Wärmerohrs wieder nach unten fließt. Die Kondensation des Kältemittels setzt Wärme frei, die ausgekoppelt und genutzt wird. Die Luftströme fließen im Gegenstrom zu-einander.
2. Größe
Wärmerohre können in vielfältigen Bereichen eingesetzt werden. Daher zeigen sie auch sehr unterschiedliche Größen. Nach M. Groll können sie Durch-messer von wenigen Millimetern bis hin zu 1 m aufweisen.
3. Besonderheiten
Der Wärmerohr-Wärmetauscher ist wesentlich kleiner und leichter als andere Wärmetauscher. Durch die verhältnismäßig kleinen Querschnittsflächen können große Mengen Wärme transportiert werden. Der Wirkungsgrad von 35 - 70% /EA NRW/ sagt aus, dass dieser Wärmetauscher unter optimalen Bedingungen gute Leistungen erzielen kann.
4. Nutzungssektor
Wärmerohrwärmetauscher werden in unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt. Sie finden Anwendung in Trockenanlagen, Brennöfen und Gießereien. Aber auch der Einsatz in PCs und Notebooks ist zu nennen.
5. Kosten / Wirtschaftlichkeit
Zur Umwälzung des Transportmediums benötigen Wärmerohre keine zusätzliche Hilfsenergie wie z.B. eine Umwälzpumpe. Dadurch minimieren sich Wartungsaufwand und Betriebskosten. Auch die Investitionskosten für Wärmerohrwärmetauscher sind nach Groll aufgrund der Serienfertigung der Bauelemente relativ gering.

